Hessischer Landesverband Motorbootsport e.V.

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Umweltseminar der Landesverbände Motorbootsport Hessen und Rheinland-Pfalz

 

Am 18. November 2023 trafen sich Umweltbeauftragte und Vereinsvertreter beider Verbände im Clubhaus des Kanu-Clubs Mainz-Kostheim auf Maaraue zum jährlichen gemeinsamen Umweltseminar. Dr. Arno Grau, Umweltbeauftragter des Hess. Landesverband Motorbootsport, begrüßte die zahlreich erschienen Teilnehmer. Für den Kanuclub Kostheim, richtete in Vertretung des Vorsitzenden der Umweltbeauftragte Herr Henning Lübbe die Grüße des Vereins aus und stellte ein wenig den Verein vor. Die Präsidentin des Hess. Landesverband Motorbootsport richtete einen Dank an den ausrichtenden Verein und entschuldigte die krankheitsbedingten Referenten, die leider die Veranstaltung sehr kurzfristig absagen mussten. Auch die Umweltbeauftragte und Vizepräsidentin des LVM RPL Frau Anne Hochreuther, konnte ebenfalls krankheitsbedingt nicht am Seminar teilnehmen. Unter dem TOP 3 der Tagesordnung berichtet der Präsident des Landesverband Motorbootsport Rheinland -Pfalz und Vize-Präsident des Deutschen Motoryacht Verbandes (DMYV) Herr Gisbert König über Neuigkeiten aus dem Verband. Großes Interesse fand bei den Teilnehmern die Einführung des sogenannten Kleinschifferzeugnis. Mit dem Inkrafttreten der neuen Binnenschiffspersonalverordnung (BinSchPersV) zum 18. Januar 2022 wurden die Nutzungsmöglichkeiten von Sportbootführerscheinen zu gewerblichen Zwecken umfassend neu geregelt und durch das neue sogenannte Kleinschifferzeugnis ergänzt. Zunächst ist hierbei die Tätigkeit der einzelnen, als Schiffsführer eingesetzten Person zu betrachten. Es kommt also nicht darauf an, ob der eingesetzte Schiffsführer z. B. für einen gemeinnützigen Verein tätig ist. Zudem ist die Frage der steuerrechtlichen Beurteilung einer Tätigkeit hier nicht maßgeblich. Doch der Bedarf an der Ausstellung des Kleinschifffahrtszeugnis ist noch auf dem Prüfstand und die Prüfung dauert noch bis zum 13. Januar 2027. Ein spannendes Thema, das auch die Werftbetreiber, Bootshändler, Vercharterer, Personen die Boote überführen etc. in erheblichem Umfang betreffen wird. Für das Referat Raumordnung, Umwelt, Infrastruktur des DMYV konnte Herr Heiko Leuchs als Referent kurzfristig gewonnen werden.  Er sprach über Umweltthemen wie biozidfreie Unterwasseranstriche, alternative Kraftstoffe, Bewuchs an den Booten. Des Weiteren über das Living Lahn Projekt. Erstes Hauptziel des Projektes Lila Living Lahn ist es, die Lahn ökologisch aufzuwerten und gleichzeitig den Fluss und das Leben am Fluss lebenswerten zu gestalten. Das Lahnkozept soll Nutzung der Wasserstraßen als auch die zahlreichen Nutzungsinteressen einschließen. Herr Axel Buechling von der Firma Torqeedo berichtete über Batterien und Antriebstechnik für die Sport- und Berufsschifffahrt.  Ziel des Unternehmens ist es allen Wassersportlern, Seglern und Naturfreunden den perfekten Antrieb zur Verfügung zu stellen. Die hochwertigen und effizienten Elektromotoren sind deshalb in verschiedenen Größen und Leistungsklassen verfügbar. Torqeedo bietet elektrische Antriebssysteme bis 200 kW. Mit Herrn Tobias Wanierke von der deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) konnte im Vorfeld ein weiterer Referent gewonnen werden. Die DGU fördert die Umwelterziehung als pädagogisch und wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit der natürlichen, der sozialen und der gebauten Umwelt. Um diese Ziele zu erreichen, tritt sie in Deutschland vorrangig als nationaler Koordinator von Projekten der Foundation for Environmental Education (F.E.E.) in Erscheinung. Seit 1987 wird in Zusammenarbeit mit der F.E.E. die "Blaue Flagge" vergeben. Die Auszeichnung wird verliehen, wenn bestimmte Anforderungen bezüglich des Umweltmanagements, der Umweltkommunikation erfüllt sind, ausreichende Entsorgungsbereiche für (Sonder-) Abfälle und Abwässer und die standardgemäßen Sicherheitsaspekte beachten werden. Die Auszeichnung steht für vier Bereiche, Wasserqualität, Service und Sicherheit, Umweltmanagement und Umweltkommunikation. Alle Sportboothäfen bzw. Vereine haben hierzu einen Kriterienkatalog zu erfüllen und jährlich ihre Umweltarbeit erneut nachweisen. Eine Neuerung bei der Einreichung des Antrags ist die, dass der Antrag per Online abgeben werden kann. Früher war es ein mühseliges Ausfüllen von Formularen in Papierform unabdingbar. Aber auch jeder Bootseigner kann die individuelle Blaue Flagge an seinen Boot führen, dafür braucht er nur eine Verpflichtungserklärung für umweltgerechtes Tun einreichen. Herr Dr. Arno Grau konnte im Anschluss des Referats die Veranstaltung beenden und wünschte allen Teilnehmer eine gute Heimfahrt. Auch dem Geschäftsführer des HELM trieb der viele Regen im Oberrheingebiet in den Tagen zuvor die Sorgenfalten auf die Stirn. Fand doch die Veranstaltung auf einer Halbinsel am Rhein statt und der Wasserstand des Rheins stetig anstieg. Aber am Tag der Veranstaltung war dann doch noch ca. 60 cm Luft gewesen. Entwarnung!


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